ddn-Index. Länger arbeiten? Nicht um jeden Preis! Arbeitsdynamik im Wandel

Wir befinden uns mitten in einem demografischen Wandel. Menschen in Deutschland leben gesünder und länger, unter anderem aufgrund verbesserter Arbeitsbedingungen. Dieser langfristige Trend der steigenden Lebenserwartung könnte vermuten lassen, dass sich auch der Ruhestand der Erwerbstätigen nach hinten verschiebt. Doch hier steht der Arbeitsmarkt gravierenden Herausforderungen gegenüber.

Schon im Jahr 2021 wies das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) darauf hin, dass das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland bis 2035 um 7,2 Millionen, bis 2060 sogar um 8,9 Millionen Arbeitskräfte sinken wird. Das deutet darauf hin, dass monatlich rund 80.000 Beschäftigte, teilweise sogar vorzeitig aus ihrem Job aussteigen könnten.


Obwohl die Bereitschaft, länger im Beruf zu bleiben, vorhanden ist, geschieht dies nicht um jeden Preis, wie die Umfrageergebnisse aus der aktuellen Studie des ddn zeigen. Genau hier gilt es anzusetzen und Lösungen zu finden, um die Tendenz der aktuellen Baby Boomer Generation, länger beruflich aktiv zu bleiben, zu stärken.


Unternehmen müssen sich gleichermaßen an die Bedürfnisse der jüngeren und älteren Beschäftigten anpassen und die wahrgenommene Bedeutung der Arbeit somit wahren bzw. stärken. Generationenkonflikte scheinen hier weniger das Problem zu sein, vielmehr spielen Arbeitsbedingungen eine essenzielle Rolle. Wie Dr. Melanie Ebner betont: "Wenn Arbeitszeit, Gehalt, Belastung und Stress nicht stimmen, dann wird auch eine positive "Alterskultur" im Unternehmen nichts rausreißen".

Die Civey Studie hat sich dabei folgenden grundlegenden fünf Fragen gewidmet, die wir in unserer kommenden Artikelserie näher betrachten wollen:

  • Wann in Rente?
  • Was brauchst es zum Weiterarbeiten?
  • Welche Bedeutung hat Arbeit?
  • Alt vs. Jung. Wie ist das Verhältnis?
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