Eindrücke vom SafeSpace@work Kick-Off

Mit einem inspirierenden und gut besuchten Kick-Off am 20. Januar 2026 bei der BOGESTRA in Bochum ist das Projekt SAFEspace@work offiziell gestartet. Vertreter*innen aus Praxis, Wissenschaft und Unternehmensnetzwerken kamen zusammen, um den Grundstein für zwei Jahre intensiver Zusammenarbeit zu legen. Die Stimmung war offen, engagiert und geprägt von einem gemeinsamen Ziel: Interaktionsarbeit sicherer, achtsamer, fairer und inklusiver zu gestalten.

Ein klarer Auftrag für SAFEspace@work

Im Kick‑off wurde schnell deutlich, wie relevant das Thema ist: Rund 60 % aller Beschäftigten arbeiten in interaktionsintensiven Rollen – in der Pflege, im Kundensupport, in sozialen Einrichtungen, im Fahrdienst oder in anderen Dienstleistungsberufen. Diese Arbeit ist anspruchsvoll, oft emotional belastend und birgt ein erhöhtes Risiko für Konflikte, Grenzverletzungen oder Diskriminierung.

Besonders betroffen sind Beschäftigte aus marginalisierten Gruppen, etwa Frauen, ältere Mitarbeitende oder Menschen mit internationaler Geschichte. Viele erlebten bereits Situationen, in denen sie sich unsicher, respektlos behandelt oder allein gelassen fühlten. Genau hier setzt SAFEspace@work an.

Im Kick‑Off stellten das Projektteam des BIT e. V., der Universität Hohenheim und des Das Demographie Netzwerk e.V. (ddn) die Ziele vor:

• psychologische Sicherheit stärken,

• inklusive und belastungsarme Arbeitsbedingungen fördern,

• Führungskräfte und Teams im Umgang mit kritischen Situationen unterstützen,

• praxisnahe Tools und Trainings entwickeln,

• und die Ergebnisse nachhaltig in den Projektbetrieben verankern und weiteren Organisationen zur Verfügung stellen.

In ersten Austauschrunden berichteten die beteiligten Praxispartner*innen offen von Herausforderungen: von respektlosem Verhalten gegenüber Beschäftigten, von Zeitdruck, von emotionalen Belastungen, aber auch von dem Wunsch, Veränderung aktiv mitzugestalten.

Energie, Offenheit und Lust auf Veränderung

Das Kick‑Off zeigte deutlich, wie groß die Bereitschaft ist, neue Wege zu gehen. Es wurde betont, dass psychologische Sicherheit oft „unsichtbar“ ist, obwohl sie ein entscheidender Faktor für gute Arbeit, Teamzusammenhalt und Gesundheit ist.

Gemeinsam wurden erste Ideen gesammelt:

• Was sind Fallbeispiele in den Projektbetrieben in den die psychologische Sicherheit beeinträchtigt war?

• Was sind mögliche “Safe Space”-Maßnahmen, die die Beschäftigten unterstützen könnten?

• Wie können Führungskräfte Schutzfaktoren stärken und Diskriminierung wirksam vorbeugen?

Ausblick: Was als Nächstes kommt

Mitarbeitenden und Betriebsräten, Begleitungen des Arbeitsalltags, Workshops und erste Pilotmaßnahmen in den beteiligten Organisationen. Schritt für Schritt entsteht so ein Werkzeugkasten für faire, sichere und inklusive Interaktionsarbeit für alle.

Der Kick‑Off hat eindrucksvoll gezeigt, dass die beteiligten Unternehmen, Organisationen und Partner*innen motiviert sind, gemeinsam echte Veränderungen anzustoßen.