DiCo - Digital Companion für intelligente Beratung und interaktive Erfahrung 

 

Die digitale Transformation unserer Arbeitswelt stellt uns vor neue Herausforderungen. Mit den Lern- und Experimentierräumen fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) Projekte, in denen betriebsnah neue Lösungsansätze erprobt werden. Künstliche Intelligenz verändert zunehmend die Arbeitswelt. Deshalb hat das BMAS die bestehende Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“ um den Handlungsschwerpunkt KI erweitert.

 

Mit den „Lern- und Experimentierräume KI“ können Betriebe und Beschäftigte die menschenzentrierte Anwendung von Künstlicher Intelligenz in ihrem Unternehmen konkret und praktisch erproben. Ein zentraler Förderbestand ist, dass der Einsatz und die Erprobung innovativer KI-Anwendungen im Einvernehmen mit den Sozial- und Betriebspartnern entwickelt wird.

Auch das Projekt »Digital Companion für intelligente Beratung und interaktive Erfahrung« (kurz »DiCo«) zählt zu den elf geförderten INQA-Projekten und hat Lern- und Experimentierräume eingerichtet. Das Projekt DiCo verfolgt den innovativen Ansatz, Digitalisierung in der Pflege durch die Entwicklung eines KI-gesteuerten Assistenzsystems voranzubringen. Pflegeeinrichtungen werden sowohl bei dem digitalen Transformationsprozess, als auch bei der Auswahl geeigneter Technologie unterstützt. 

 

Der sog. »Digital Companion« ist dabei in der Lage, 

  • Pflegekräfte und Führungskräfte in Pflegeeinrichtungen für digitale Transformation in der Pflege sowie diesbezügliche Erfolgsfaktoren zu sensibilisieren, 
     
  • den Entwicklungsstand der Organisation bzgl. digitaler Transformation einzuschätzen, 
     
  • die partizipative Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie methodisch so zu unterstützen, dass konkrete Bedarfe der Mitarbeitenden und der zu pflegenden Menschen im Fokus von Digitalisierung stehen, 
     
  • passende E-Learningformate bereitzustellen, 
     
  • spezifische Anforderungen an Technologien auf Basis der Prozesse und Rahmenbedingungen in der Pflegeeinrichtung zu analysieren, 
     
  • geeignete Technologien vorzuschlagen und deren Voraussetzungen, Vor- und Nachteile sowie Schulungsbedarfe aufzuzeigen. 
     

Mit Hilfe von KI funktioniert der Digital-Companion kontextsensitiv (“berücksichtigt die Situation der Nutzer*innen”), anwenderorientiert (“zielgruppenspezifisch und benutzerfreundlich ohne Voraussetzung von Vorwissen”), dynamisch (“Darstellung und Inhalte auf Basis der Eingaben der Nutzer*innen“), multimedial (“unterschiedliche Medienformate wie Text, Bild, Video”), multimodal (“unterschiedliche Ein- und Ausgabemöglichkeiten / unterschiedliche Ein- und Ausgabegeräte”) und selbstlernend (“lernt aus den Eingaben und Feedback der Nutzer*innen”). 

Das Projekt setzt an Kernproblemen der digitalen Transformation in der Pflege an: Entscheidungen zur Anschaffung bestimmter Technologien werden häufig impulsiv und oft allein durch die Leitungsebene sozialer Organisationen getroffen. Digitalisierung wird reduziert auf einzelne Technologien und nicht verstanden als organisationaler Transformationsprozess. Die Auswirkungen von Technik auf Strukturen und Prozesse in der Organisation werden vernachlässigt. Der Prozess der Digitalisierung wird nicht eingebettet in strategische Überlegungen und basiert nicht auf Bedarfsableitungen und Klärungen der Mitarbeiteranforderungen. Die Kompetenzentwicklung der Mitarbeitenden wird vernachlässigt. Demgegenüber setzt DiCo auf ein digitales Unterstützungssystem für einen partizipativen, strategischen, bedarfsorientierten Transformationsprozess, der durch eine entsprechende Kompetenzentwicklung begleitet wird. 

Alle geförderten INQA-Experimentierräume verbindet die Ausrichtung, das Potenzial der Digitalisierung zu nutzen, den digitalen Wandel aktiv zu gestalten und dabei den Menschen und seine Fähigkeiten in den Mittelpunkt zu stellen.

 

Das Demographie Netzwerk als Partner des „Digital Companion“ Projekts macht die Erkenntnisse aus dem Projekt Pflegeeinrichtungen zugänglich und das Projekt durch Öffentlichkeitsarbeit und Austauschangebote bundesweit bekannt.  

 

Projektkoordination:              
Institut für Technologie und Arbeit (ITA) e.V. 

Praxispartner*innen:              
BRK Alten- und Pflegeheim, Caritasverband für die Diözese Speyer e.V., Ökumenische Sozialstation Ludwigshafen, Seniorenheim am Saaleufer GmbH 

Produktentwicklung: 
Ergosign GmbH, Zana Technologies GmbH, Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen GmbH 

Projekthomepage: dico-pflege.de

 

Ansprechpartnerin Projektkoordination:

Dr. Vanessa Kubek
Tel. 0631 20583-27
E-Mail vanessa.kubek@ita-kl.de

Ansprechpartnerin Öffentlichkeitsarbeit:  

Alice Bodnar 
Tel. 030 7262 1393-5
E-Mail bodnar@ddn-netzwerk.de 

 

Das Projekt „DiCo“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und umgesetzt im Kontext der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA). 

INQA ist eine vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufene Initiative, die sozialpartnerschaftlich und überparteilich aufgestellt. ist. Sie versteht sich als neutrale und nicht-kommerzielle Praxisplattform, die sich für die Gestaltung einer modernen Arbeitswelt mit attraktiven Arbeitsbedingungen für Arbeitgeber*innen und Beschäftigte einsetzt und Unternehmen und Beschäftigte im Wandel der Arbeitswelt begleitet. Dabei legt sie den Fokus auf die Bereiche Führung, Gesundheit, Vielfalt und Kompetenz. INQA ist die relevante Praxisplattform für eine zukunftsfähige Arbeitskultur und neue Qualität der Arbeit in Deutschland. „INQA macht Arbeit besser!“

Weitere Informationen unter www.inqa.de

 

               

 

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