Dr. Sebastian Harrer

Head of HR
Human Ressources

ING-DiBa AG

Wo komme ich her?

Nach meinem Studium (Philosophie & Wirtschaftswissenschaften) und meiner Promotion im In- und Ausland (u.a. Bonn, Paris, Sydney) habe ich meine berufliche Laufbahn als Berater in einer kleinen Beratung für Executive Education begonnen. Fasziniert und gereizt hat mich hier insbesondere die Arbeit in internationalen Teams. Im Anschluss war ich rund 12 Jahre in der Bosch Gruppe tätig. In diesem Zeitraum hatte ich verschiedene HR-Rollen inne, u.a. in der Zentrale, in Ungarn, als weltweiter Talent Manager für eine Business Division und auch als Personalleiter in den Niederlanden. Obwohl ich bereits vor meiner Tätigkeit in den Niederlanden zahlreiche Auslandserfahrungen sammeln konnte, hat mich unser Nachbarland noch überraschen und begeistern können: Mir imponiert nach wie vor die weitestgehend hierarchiefreihe, informelle und sehr flexible Art des Arbeitens dort. Anfang 2018 hat es mich dann zur ING Deutschland gezogen, deren Unternehmenskultur ähnlich geprägt ist. Dort bin ich verantwortlich für den gesamten Personalbereich der deutschen Konzerngesellschaften in der Region D/A.

Wer bin ich?

Bis zu meinem Wechsel in die Wirtschaft habe ich mich – insbesondere im Rahmen meiner Promotion – intensiv mit akademisch-theoretischen Fragestellungen auseinandergesetzt. Mich hat schon immer der Drang angetrieben, Dinge zu hinterfragen und von Grund auf zu verstehen. In der Praxis habe ich dann schnell gelernt, dass Konzepte pragmatisch und anwendbar sein müssen, um im Arbeitsalltag Mehrwert stiften zu können.

Inhaltlich begleiten mich seit meiner Promotion zwei Themen ganz besonders: Leadership und New Work. Ich habe mich in meiner interdisziplinären Doktorarbeit mit dem Zusammenhang zwischen Emotion und Motivation auseinandergesetzt. Diese Ansätze findet man seit ein paar Jahren wieder prominent in der Business-Literatur, z.B. im Rahmen von Theorien zur transformationalen Führung oder dem „Leading with Purpose“ (z.B. bei D. Pink, D. Coyle). Diese Themenfelder sind für mich nicht nur ein akademisches Interesse geblieben. Die Frage, wie man in den Bereichen Führung und Arbeitsgestaltung nachhaltige Veränderung herbeiführen kann, hat mich auch auf meinem Berufsweg begleitet. So konnte ich Erfahrungen in einem produzierenden Unternehmen wie auch aktuell in einem Finanzdienstleistungsunternehmen sammeln. Dabei geht es für mich vor allem darum, die Arbeitswelt weiter in Richtung „Sinngebung“ – also „Purpose“ – zu gestalten.

Privat bin ich verheiratet, habe drei Kinder und erwarte demnächst mein Viertes. Meine Kinder sind und bleiben wohl die prägendste und auch bereicherndste Erfahrung in meinem Leben.

Was will ich im ddn erreichen?

Das DDN steht für ein Unternehmensnetzwerk, das über 2 Mio. Beschäftigte umspannt. Damit stellt es einen wichtigen Impulsgeber und Gesprächspartner dar, sowohl für die Wirtschaft als auch für die Politik. Ich persönlich möchte dazu beitragen, dass das DDN weiterhin eine tragende Rolle im gesellschaftlichen Diskurs rund um New Work und den demografischen Wandel spielt. Als Personalverantwortlicher sehe ich in diesen Themenfeldern die zentralen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Deshalb möchte ich zur Entwicklung von entsprechenden Konzepten, Ideen und Lösungsansätzen beitragen. Denn den demografischen Wandel muss künftig jedes Unternehmen bei der Entwicklung von Konzepten zur Personalgewinnung, Beschäftigungsfähigkeit der Belegschaft und lebenslangem Lernen berücksichtigen. Gleichzeitig möchte ich die sinnorientierte Gestaltung von Arbeitswelten weiter vorantreiben. Dabei spielt für mich zunehmend die Berücksichtigung aller Beschäftigtengruppen eine Rolle, sowohl im direkten wie auch im indirekten Bereich. Nicht zuletzt liegt mir als mehrfacher Familienvater eine gleichberechtige Partizipation an Erziehung/Familie wie auch am Berufsleben am Herzen. Meine Kinder sollen in einer Arbeitswelt aufwachsen, in der Männer und Frauen die gleichen Chancen im Arbeits- und Familienleben haben.

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