Zahl der älteren Erwerbstätigen sinkt

10.04.15

Bis 2013 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen der Altersgruppe der 55- 64-Jährigen immer weiter erhöht. Nach einem Regierungsbericht hat sich die Erwerbstätigen-Quote dieser Alterskohorte auf 63 Prozent erhöht - ein Erfolg. Damit liegt die Bundesrepublik unter den 28 EU-Ländern hinter Schweden auf Platz zwei. Besonders stark war demnach der Anstieg in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen. In 2014 ist dieser Trend nun gestoppt worden. 

Die Süddeutsche Zeitung macht die neue abschlagsfreie Rente ab 63 für den Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen verantwortlich. Seit 1. Juli 2014 können Arbeitnehmer, die 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, schon mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Die Bundesanstalt für Arbeit liefert Zahlen. Danach ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen 63 bis 65 Jahre alten Beschäftigten von Juni bis September 2014 erstmals seit langer Zeit um 23.600 auf 447.000 zurückgegangen. Im Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2013 hatte der Wert in diesem Zeitraum noch um jeweils 13.400 zugenommen.

Für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sind die neuen Zahlen "nicht überraschend und nicht dramatisch". Sie stellten den Trend hin zu längerem Arbeiten nicht in Frage, sagt ein Sprecher des Ministeriums. Im Bundesministerium rechnet man fest damit, dass es weiter Zuwächse bei der Beschäftigung Älterer geben wird. Schließlich werde auch das Eintrittsalter für die abschlagsfreie Rente ab 63 schrittweise bis 2029 auf 65 Jahre erhöht, hieß es aus Berlin.

Hier finden Sie den aktuellen Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit.