Wiesbaden. "New Work" finaler Workshop

26.06.17

Mit einem letzten Workshop konnten wir am 22. Mai unsere Reihe „New Work - Digitalisierung, Demographie, Diversity“ in Wiesbaden zu einem gelungenen Abschluss bringen. Auch dort drehte sich wieder alles rund um die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt, diesmal mit besonderem Fokus auf dem „Wie“ der Umsetzung. Von oben angeordnet oder durch die Basis initiiert? Formal gefestigt oder formlos dynamisch? Unsere Gäste waren sich auch in Hessen – glücklicherweise – uneinig, was der Königsweg der Personalgestaltung im 21. Jhd. zu sein scheint.

In der EBS Universität für Wirtschaft und Recht diskutierten die Workshopteilnehmer vergangenen Montag lebhaft über Sinn und Unsinn moderner HRM-Konzepte. Nach einem kurzen Exkurs zu Bottom-Up Innovationen von Alexander Krüger (EBS, Center für Digitale Transformation) und einigen Beispielen der eigenen unternehmerischen Praxis von Denise Hottmann (Boehringer Ingelheim) traten im Publikum viele Übereinstimmungen, allerdings auch einige Differenzen zu Tage. Während die einen bspw. vor allem das ungeheure Potenzial in Konzepten der innovativen Führungskultur und alternativen Arbeitszeitmodellen sahen, überwog bei anderen die Skepsis, wie diese denn praktisch umzusetzen seien.

An dieser Stelle freuten wir uns besonders, dank einer bunten Mischung der Gäste aus verschiedenen Branchen und Generationen eine Vielzahl von Perspektiven in die Diskussion bringen zu können. Die Moderatorin Margaret Heckel nutzte ihre Erfahrungen aus den vorangegangenen Workshops, um weiter zu bohren: Warum scheitern theoretisch geeignete Ideen so oft in der Praxis? Welche Fallstricke verbergen sich je nach individuellem Hintergrund? Welche Prozesse werden den Gestaltungsspielraum in naher Zukunft völlig verändern? So konnten wir auch an unserer letzten Station zeigen, wie vielschichtig sich scheinbar einfache Problemstellungen oftmals gestalten. Und auch hier stand am Ende der Grundtenor: die langfristigen Konsequenzen der Neuen Arbeitswelt sind noch lange nicht in Stein gemeißelt. Es gilt, ihre Herausforderungen mit Mut und Kreativität anzugehen, um die Zukunft als aktiver Gestalter zu formen statt in Passivität zu verharren.

In unserer Kooperation mit den SRH Hochschulen und der Charta der Vielfalt entdeckten wir viele Ansätze, die wir vorher nicht vermutet hatten. Das breite Spektrum an Möglichkeiten und Hindernissen erstaunte uns jedes Mal auf’s Neue. Umso mehr freuen wir uns Sie einladen zu können, die Ergebnisse der Workshops am 13. Juni nochmals angehen zu können. Neben vielen weiteren Programmpunkten wollen wir an diesem Tag die Chance nutzen, mithilfe Ihrer Perspektive aktuelle Herausforderungen noch besser verstehen zu können.

Wenn Sie Interesse an den Veränderungen unserer Arbeitswelt haben, finden Sie hier Näheres zur Veranstaltung Generationenbilder und Digitalisierung, Informationen zum Programm sowie eine Möglichkeit zur Anmeldung.