Space Cowboys sind bei Daimler erfolgreich

24.08.15

Sie nennen sich „Space Cowboys“ oder "Senior Experts" – immer mehr Unternehmen greifen auf das Know-how von Ruheständlern zurück, die zuvor im eigenen Unternehmen tätig waren. Drei Vorreiter sind die ddn-Mitgliedsunternehmen Daimler, Otto Group und Bosch. Die Konzerne haben Experten-Pools eingerichtet, um kurzfristig und flexibel auf die Expertise von Ruheständlern zurückgreifen zu können.

Die Initiative „Space Cowboys – Daimler Senior Experts“ ermöglicht es ehemaligen Mitarbeitern, für befristete Einsätze zu Daimler zurückzukehren. Seit dem Start 2013 haben sich 600 frühere Beschäftigte registrieren lassen. Sie werden überwiegend in produktionsnahen Bereichen, der IT sowie in Forschung und Entwicklung eingesetzt.

Bereits vor 15 Jahren gründete Bosch die Tochterfirma Bosch Management Support GmbH (BMS), um Mitarbeiter nach ihrer aktiven Betriebszugehörigkeit für zeitlich befristete Projekte und Beratungsaufgaben ins Unternehmen zurückzuholen. Ihr Einsatz ist immer dann gefragt, wenn kurzfristig professionelle Beratung gebraucht wird. Die Datenbank umfasst aktuell rund 1.700 ehemalige Mitarbeiter – ein Reservoir von insgesamt mehreren tausend Jahren Berufserfahrung. 

Meist sind die Tätigkeiten der arbeitenden Rentner in den verschiedenen Initiativen auf klar definierte Projekte und die Einsatzdauer von 50 Tagen im Jahr oder maximal sechs Monate beschränkt. So will man einem möglichen Konkurrenzdenken zwischen Stammbelegschaft und Senior-Experten vorbeugen. "Diese Initiativen stellen Lösungen im demographischen Wandel dar, von denen auch andere Unternehmen profitieren können", lädt ddn-Geschäftsführer Dr. Rainer Thiehoff zur Mitwirkung im Demographie Netzwerk ein.