Niedrige Altersakzeptanz in deutschen Unternehmen

31.03.15

Wie steht es um die Altersakzeptanz in deutschen Unternehmen? Bereits seit 2009 widmet sich der Wissenschaftler Dr. Jürgen Tenckhoff dieser Frage. Die ernüchternde Zwischenbilanz des Soziologen: Die Akzeptanz älterer Beschäftigter ist in Deutschland nach wie vor deutlich zu niedrig.

"Selbst der spürbare Fachkräftemangel hat noch nicht zu einer Erhöhung der Altersakzeptanz beigetragen. Die vorherrschenden Stereotype etwa zur Leistungsfähigkeit der Generation 50plus führen zu erheblichen Risiken und das quer durch alle Branchen", warnt Tenckhoff. Sein Unternehmen hat für das Ergebnis über 4.000 Online-Fragebogen ausgewertet. Im internationalen Vergleich fällt  dabei vor allem eines auf: Länder, in denen der Fokus stark auf Wirtschaft und Wachstum ausgerichtet ist, treten deutlich altersfeindlicher in Erscheinung als solche, die am Beginn einer Industrialisierung stehen. Kurios: Die geringsten Werte sowohl für Männer als auch für Frauen sind in Deutschland zwischen dem 50sten und 59sten Lebensjahr zu beobachten. Ab dem 60sten Lebensjahr steigen die Werte der Altersakzeptanz dann für beide Geschlechter an, um im höheren Alter über 70 Jahre erneut abzufallen.

Die Online-Befragung zu Altersakzeptanz wird kontinuierlich fortgesetzt und regelmäßig in Zwischenergebnissen dokumentiert. Die Ergebnisse des letzten Reports können hier eingesehen werden.

Wer die Altersakzeptanzstudie als Interviewpartner unterstützen möchte, gelangt hier zur Online-Eingabemaske. Weitere Informationen über die Arbeits- und Forschungsschwerpunkte von Dr. Jürgen Tenckhoff finden Sie hier.