Im Osten Deutschlands fehlen die Frauen

16.08.15

Bis 2030 werden in Ostdeutschland nur noch 11 Millionen Menschen leben, so die Prognose des Statistischen Bundesamtes. Aktuell leben heute noch rund 12,5 Millionen Menschen in den fünf neuen Bundesländern (ohne Berlin). Das sind 2,3 Millionen weniger als zu Zeiten der Wiedervereinigung vor 25 Jahren. Vor allem die Bundeshauptstadt Berlin gilt als Magnet für junge Ostdeutsche.

In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen gibt es viele Kreise mit bis zu 25 Prozent mehr Männern als Frauen, berichtet das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden. Der Männerüberschuss hat seine Ursache in den besonders mobilen ostdeutschen Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren. Und in ihren im Vergleich zu Männern tendenziell besseren Schulabschlüssen – darin sind sich alle Wissenschaftler einig. Die jungen Frauen ziehen vor allem aus den Regionen weg, die entlang der Landesgrenzen zu Bayern, Hessen oder Niedersachsen liegen.

Aber es gibt auch Hoffnung: Im Gegensatz zur Not der Dörfer und Kleinstädte entwickeln sich einige Städte im Osten Deutschlands inzwischen wieder zu „Wachstumsinseln“. Dazu zählen Jena, Greifswald oder Weimar, aber auch das Umland von Berlin sowie Leipzig, Dresden, Erfurt und neuerdings auch Magdeburg.

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