Fachkräfte: Metropolregion Rhein Neckar will abgestimmte Arbeitsmarktpolitik

14.03.15

Vom Fachkräftemangel und demographischen Wandel sind mittlerweile alle Regionen Deutschlands betroffen. Aus diesem Grund darf eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik nicht vor Ländergrenzen halt machen. Mit dieser Herausforderung hat die Metropolregion Rhein-Neckar zu kämpfen - sie erstreckt sich über drei Bundesländer: Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. 

Auf der 9. Arbeitsmarktkonferenz am 10. März in Worms wurden die Inhalte der "3. Erklärung zur Abstimmung regionaler Arbeitsmarktpolitik" vorgestellt. Darin formuliert und dokumentiert ist das gemeinsame Verständnis und Bekenntnis von Unternehmen, Hochschulen, Kammern, Arbeitsagenturen, Kommunen und Kreisen zur Fachkräftesicherung im Dreiländereck Baden- Hessen-Pfalz. 

Ausgehend von den Fachkräftestrategien der drei Länder folgt es dem Leitgedanken "Potenziale nutzen - Fachkräfte gewinnen und halten" und setzt dabei vier Schwerpunkte: 

  • duale Ausbildung für junge Menschen attraktiver machen, 
  • Hochschulabsolventen in der Region halten,
  • Fachkräfte aus dem Ausland integrieren (Willkommenskultur), 
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. 

In diesen Themenfeldern wollen die Partner über Bundesländergrenzen hinweg insbesondere kleine und mittelgroße Arbeitgeber informieren, sensibilisieren und beraten. Eine engere Abstimmung und Zusammenarbeit im Netzwerk soll den Wissenstransfer stärken. Gleichzeitig trägt der Austausch dazu bei, Doppelangebote und -strukturen zu vermeiden. Im Fokus der gemeinsamen Aktivitäten stehen künftig Berufe und Branchen, die von Fachkräfteengpässen betroffen sind. Laut Arbeitsagenturen und Kammern sind dies derzeit insbesondere die Altenpflege und die für die Region wichtigen Berufsfelder Mechatronik, Automatisierungs- und Energietechnik sowie Chemie. Auszubildende fehlen bereits jetzt im Gaststättengewerbe, im Baugewerbe, bei gesundheitsbezogenen Dienstleistungen, im IT-Bereich sowie im Handel und Lebensmittelhandwerk. 

"In der Erklärung haben sich die wichtigsten Arbeitsmarktakteure aus der Region zur Zusammenarbeit bekannt. Das ist ein starkes Signal und ein wichtiger Schritt, um der Herausforderung 'Fachkräftemangel' in Rhein-Neckar mit vereinten Kräften entgegen zu treten", sagte eine zufriedene Maria Lauxen-Ulbrich, Leiterin des Bereichs "Vitaler Arbeitsmarkt" der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH.