Die Zukunft ist spannend – gestalten Sie mit!

27.10.15

Die müssen wir die Zukunft der Arbeit gestalten, um den Herausforderungen des demographischen Wandels zu begegnen? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt des ddn INQA Regionalforums am 26. Oktober 2015 in München, das auch Antworten gab.  

Im Einführungstalk – „Aussichten auf die Arbeitswelt von morgen“ tauschten sich die Veranstaltungsorganisatoren Rudolf Kast, ddn-Vorstandsvorsitzender, Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern und Dr. Achim Dercks, stellv. Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) aus. Die routinierte Moderatorin Margaret Heckl fragte die Experten explizit nach einer Maßnahme zur Gestaltung der kommenden zehn Jahre. Kast forderte die Flexi-Rente, Driessen nannte den Aufbau und die Sanierung der Infrastruktur in den deutschen Metropolen und Dr. Dercks sah die großen Herausforderungen in der Integration der Flüchtlinge und damit auch in Bildungs-Investitionen.

Staatssekretärin Kramme zeichnet sechs Unternehmen aus

Die parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Anette Kramme, stellte den gesunden Mitarbeiter in den Mittelpunkt ihres Vortrags über die Sicht der Bundesregierung zur Fachkräftesicherung. Ein Instrument vor allem für kleine und mittlere Unternehmen sei die Entwicklung einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur, erläuterte Kramme. Hierzu hat das Bundesarbeitsministerium das INQA-Audit entwickelt, an dem auch das ddn beteiligt ist. Auf der Bühne wurden sechs Betriebe von der Staatssekretärin mit der INQA-Audit-Einstiegsurkunde ausgezeichnet.

Prof. Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin der Stadt München, zeigte auf, wie sich Städte verändern müssen, um auch Konflikte im städtischen Raum lösen zu können. Sie gab bekannt, dass die Stadt München sehr großen Wert auf genossenschaftliche Strukturen im Wohnbereich legen wird.

Zukunftsforscher Händeler: Die Gestaltung der Zukunft macht Spaß

Ein ganz besonderes Highlight war der Vortrag „Die Geschichte der Zukunft - Wie die Arbeitskultur von heute für den Wohlstand von morgen sorgt“ des Zukunftsforschers Erik Händeler. Verblüffend: Händeler nahm - ohne sich vorher mit den Teilnehmern des Einführungstalks abgesprochen zu haben - alle politischen und gesellschaftlichen Forderungen in seinem kurzweiligen Vortrag wieder auf. Sein Resümee: Die Gestaltung der Zukunft ist spannend, oder um es mit seinen Worten zu sagen: „Die Welt wird besser, gestalten Sie sie mit, es macht Spaß!“ 

Eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen „Gesundheit“, „Vielfalt“, „Wohnen“ und „Unternehmensführung“ boten die vier Praxisforen am Nachmittag. Hier berichteten Praktiker in den Betrieben von ihren Erfahrungen mit individuellen betrieblichen Herausforderungen und gaben damit den Teilnehmenden wichtige Hilfestellungen. 

Irakischer Kickboxer hilft beim Aufbau von altersgemischten Teams

Wie bereichernd Vielfalt sein kann, zeigte der Auftritt von Miriam L. Betz, Geschäftsführende Gesellschafterin der Betz-Chrom GmbH & Co. KG in der Podiumsdiskussion. Von den 65 Mitarbeitern des Mittelständlers haben fast 50 Prozent einen Migrationshintergrund. Einer davon ist Rewing Obaid Abdolrahman. Der heute 28-Jährige kam im Alter von 13 Jahren aus dem Irak nach Deutschland. Heute trainiert der Kickboxmeister, wie er auf dem Podium berichtete, ältere Kollegen im firmeneigenen Fitnessraum und berät sie bei Ernährungsfragen. „Deshalb funktionieren bei uns altersgemischte Teams sehr gut“, erläuterte Betz. Sport sei eine sehr gute Möglichkeit der Integration - wichtig sei es lediglich den ersten Schritt zu tun.

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Hier finden Sie weitere Impressionen zur Veranstaltung am 26. Oktober 2015 am Münchener Flughafen. 
Auf dieser Seite haben wir für Sie alle relevanten Dokumente und Vorträge zum Regionalforum München zusammengetragen.
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