Die größte Gefahr für den Fortschritt? Der eigene Mitarbeiter

03.08.18

Den digitalen Strukturwandel sehen Top-Manager inzwischen immer mehr als Chance. Doch ihre eigenen Angestellten nehmen sie vor allem als Blockierer wahr. Dies zeigt eine Umfrage der Etventure „Digitale Transformation 2018".

Topmanager sind äußerst optimistisch, was die Folgen der digitalen Transformation für die Beschäftigten angeht. Das ist zumindest das Ergebnis der Umfrage. Demnach erwarten 27 Prozent der Führungskräfte in Großunternehmen, dass die digitale Transformation in ihren Firmen sogar zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wird. Jedoch unterschätzen Sie die sozialen Folgen dieses Strukturwandels. Lediglich 17 Prozent erwarten, dass mit dem zunehmenden Einsatz von Algorithmen und Maschinen Stellen im eigenen Unternehmen verloren gehen.

Wissenschaftlern fällt es schwer, vorherzusagen, wie stark die Beschäftigten hierzulande tatsächlich von der derzeit anlaufenden Automatisierungswelle betroffen sein werden. Entsprechende Berechnungen variieren erheblich: Während Volkswirte der ING-DiBa beispielsweise davon ausgehen, dass mittel- und langfristig die Hälfte aller Arbeitsplätze hierzulande bedroht sein könnten, erwartet die OECD, dass nur jeder fünfte Arbeitnehmer hierzulande in den kommenden 15 bis 20 Jahren relativ leicht durch Roboter und Software ersetzt werden könnte.

„Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung der deutschen Unternehmen und den realen Herausforderungen durch die Digitalisierung“, sagt Etventure-Chef Philipp Depiereux.

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Bildquelle: Welt