Demographie Netzwerk begrüßt die Einführung der Flexi-Rente

11.05.16

Bei der Entscheidung der Bundesregierung schon im kommenden Jahr eine Flexirente einzuführen sieht das Demographie Netzwerk (ddn) viele seiner Vorschläge aufgegriffen und umgesetzt:„ Auch ein Erfolg unseres Netzwerks.“

Als „überfällig und dringend“ hat Rudolf Kast, Vorstandsvorsitzender des Demographie Netzwerks (ddn), die Einigung der Großen Koalition auf einen flexibleren Einstieg in die Rente begrüßt. Damit sei eine lange angemahnte Kernforderung des gemeinnützigen Netzwerks ddn, in dem sich rund 400 Unternehmen und Institutionen gemeinsam mit den Folgen alternder Belegschaften in den Betrieben beschäftigen, erfüllt worden. Die jetzt beschlossene Flexi-Rente, die von Anfang nächsten Jahres an gelten soll, sei ein starkes Signal, dass der Beginn des Rentenbezugs nicht zwangsläufig das Ende der Berufstätigkeit bedeuten müsse. Kast: „Die Rente hat ein wenig von ihrem Fallbeil-Charakter verloren“.

Insgesamt werde das Arbeiten im Alter attraktiver. Michael Hennig,  Leiter des ddn Arbeitskreis „Betriebliche Altersvorsorge und Zeitwertkonten“  ist erfreut: „Die Flexibilisierung des Renteneintritts trägt der demographischen Veränderung unserer Gesellschaft endlich Rechnung.“   Der Stellvertretende Leiter Investment- und Pensionslösungen von Fidelity International mahnt seit langem, längeres Arbeiten  auf freiwilliger Basis  nicht mehr zu bestrafen sondern zu fördern. 

Bisher haben  starre Rentenregelungen in Deutschland  verhindert, dass sich der Arbeitsmarkt auf die unausweichliche Alterung der Bevölkerung  flexibel einstellen konnte. Arbeiten über das Eintrittsdatum des gesetzlich verordneten Rentenbezugs hinaus war weder für den Arbeitgeber noch für den Arbeitnehmer attraktiv. 

Hennig begrüßt die Flexibilisierung als „Plus, auch für die bessere Planbarkeit des verfügbaren Einkommens im Ruhestand.“

Vom nächsten Jahr an soll die Flexi-Rente umgesetzt werden. Für ältere Beschäftigte wird es demnach möglich sein, den Übergang in den Ruhestand flexibel zu gestalten und durch zusätzliche Arbeitszeit die Rente zu steigern. Wer neben dem Rentenbezug weiter arbeiten will,  der darf mehr verdienen, ohne dass seine Rente gekürzt wird.

„Die Flexi-Rente ermöglicht Unternehmen länger vom Fachwissen und der Erfahrung ihrer älteren Mitarbeiter zu profitieren“, erläutert Rudolf Kast, der in seiner Personalmanufaktur gern zum klugen Miteinander von Alt und Jung rät: „ Generation Y Seite an Seite mit  Generation Silver  - eine win win Situation.“  Wichtig sei aber, so ddn-Vorstand Kast, dass das  Unternehmen entlastet wird, wenn sie Menschen über das Rentenalter hinaus beschäftigten. Damit es mehr Menschen auch gesundheitlich schaffen, im Rentenalter noch zu arbeiten, sollen etwa  z.B. mit Einführung der Flexi-Rente auch die Präventions- und Reha-Angebote für Beschäftigte ausgebaut werden. – Das schaffe Arbeitsplätze.