ddn veranstaltete erfolgreichen Demografietag in Stuttgart

22.05.15

Die betriebliche Personalpolitik ist künftig verstärkt gefordert, Bedürfnisse und Lebensereig­nisse der Beschäftigten flexibel zu berücksichtigen. Das ist die Botschaft des 2. Demografietages, den ddn am 19. Mai auf der Fachmesse "Corporate Health Convention" in Stuttgart veranstaltet hat. Insgesamt verfolgten rund 250 Teilnehmer die Vorträge auf der Veranstaltungsbühne und den angegliederten Meeting Points.

Den Anfang machte der ddn-Vorstandsvorsitzende Rudolf Kast, der den Key-Note Vortrag "Lebensphasenorientiertes Demografie-Management - mit Weitblick Werte schaffen" hielt. Kast ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen des Fachkräftemangels für die Wirtschaft ein. Danach brauchen Unternehmen ein Konzept, das die betrieblichen Zielsetzungen mit den Anforderungen und Erwartungen der Beschäftigten in Einklang bringt. Ein solches Konzept sei das lebensphasenorientierte Demografie-Management, führte Kast aus, der auch an Praxisbeispielen aufzeigte, wie ein solches Konzept funktioniert und im eigenen Unternehmen verankert werden kann.

Auch die Schichtarbeit stellt in alternden Belegschaften eine große Herausforderung. Das zeigte Silke Mündlein in ihrem Vortrag "Alternsgerechte Schichtarbeit - mehr Produktivität und Flexibilität durch Mitarbeiterorientierung". Das Problem, so Mündlein: Mit zunehmendem Alter könnten viele Menschen ihren Biorhythmus nicht mehr beliebig hin und her schieben. Um die Arbeitsfähigkeit bis zur Rente zu erhalten, seien Arbeitgeber gefordert, hier mit geeigneten Maßnahmen zu unterstützen.

Auch der zweite Vortrag "Führung der Generationen" des ddn-Vorstandsvorsitzenden Rudolf Kast beeindruckte die Teilnehmer des 2. Demografietags in Stuttgart. Sein Credo: Jede Generation hat seine Eigenheiten und Spezifika, die der Personalverantwortliche in Unternehmen kennen sollte. Kast unterscheidet insgesamt fünf Generationen von Arbeitnehmern: die Nachkriegsgeneration (1935-1945), die Wirtschaftswundergeneration (1946-1955), die Baby-Boomer Jahrgänge (1956-1965), die Generation Golf (1966-1980) und die Internetgeneration (ab 1980). Dabei erfordert jede Generation von Arbeitnehmern einen spezifischen Umgang und Ansprache, bei der auch die richtige Wahl der Kommunikationskanäle wichtig ist. ddn-Mitglieder können sich die Folien zu den Vorträgen in der kommenden Woche im ddn-Intranet herunterladen.

Zusätzlich zu den Vorträgen auf der Bühne stellte Dr. Jürgen Tenckhoff interessierten Zuhörern vor, wie Altersakzeptanz als Erfolgskennziffer im Unternehmen eingeführt werden kann. Dr. Reinhold Sochert vom BKK Dachverband stellte außerdem neue Instrumente zur Erhöhung der psychischen Gesundheit in Unternehmen vor.

Die Corporate Health Convention zeigte am 19. Und 20 Mai mit rund 146 Ausstellern die gesamte Spannbreite zu den Themen betriebliche Gesundheitsförderung, Demografie-Management, Prävention, Ergonomie und Gesundheitssport. Mit einem gemeinsamen Messestand präsentierten sich auch ddn und INQA, um Besucher mit den aktuellen Informationen zu versorgen.