Das Silverpreneur-Programm der Janssen-Cilag GmbH

01.08.15

Der demographische Wandel - jedes Unternehmen wird sich früher oder später mit dieser Herausforderung auseinandersetzen müssen, sagen die Autoren Dr. Frank Zils und Kerstin Jägersberg von der Janssen-Cilag GmbH in ihrem Fachbeitrag „Silverpreneure – Botschafter des kulturellen Wandels“. Die Janssen-Cilag GmbH ist der Preisträger für ddn-Sonderpreis Demografiemanagement beim Wettbewerb „Deutschlands beste Arbeitgeber“

Im Fachbeitrag beschreiben die Autoren das sogenannte "Silverpreneur-Programm“ bei Janssen-Cilag, einem 800-Mitarbeiterbetrieb in Neuss. Bei den Silverpreneuren handelt es sich um die Leistungsträger des Unternehmens mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Das Programm dient damit der Entwicklung und Motivation von Mitarbeitern, die mindestens 50 Jahre alt sind – 30 Prozent der Belegschaft des Pharmaunternehmens sind über 50 Jahre alt. Die zwölf Silverpreneure hat die Personalabteilung des Unternehmens mithilfe von Interviews und Fragebögen ausgewählt. Diese Gruppe hat dann von Mai 2013 bis Januar 2014 ein Entwicklungsprogramm durchlaufen, das in vier Modulen aufgeteilt war. 

Heute werden die Programm-Teilnehmer als Mentoren ausgebildet und fungieren als erfahrene Ansprechpartner z.B. für Trainees. Zusätzlich erhalten sie besondere Einblicke in die Geschäftsleitung und im gesamten Unternehmen. Mit diesem Programm soll demographiebedingten Veränderungen entgegengewirkt und die Erhaltung von Know-how innerhalb des Unternehmens sichergestellt werden.

„Das Programm ist so konzipiert, dass es nicht als ‚Schon- und Reduzierungsprogramm‘ wahrgenommen wird. Mitarbeiter 50+ sollen nicht geschont, sondern gefordert und gefördert werden, um engagiert auch weitere Jahre mit Freude im Unternehmen zu arbeiten“, sagen die Autoren. Mit dem Silverpreneur-Programm konnte die Janssen-Cilag auch die Juroren des ddn Sonderpreises für demographiebewusstes Personalmanagement überzeugen.

Der Fachbeitrag „Silverpreneure – Botschafter des kulturellen Wandels“, ist soeben im Fachbuch „Arbeitskultur 2020 – Herausforderungen und Best Practices der Arbeitswelt der Zukunft“ im Springer Gabler Verlag erschienen.