Baden-Württemberg ist durch Zuwanderung das jüngste Flächenland

04.02.16

Im bundesweiten Vergleich ist Baden-Württemberg der Flächenstaat mit der jüngsten Bevölkerung – das gab nun das Statistische Landesamt in Stuttgart bekannt. Der Altersdurchschnitt in Baden-Württemberg liegt bei 43,3 Jahren. Am ältesten ist die Bevölkerung in Sachsen-Anhalt mit im Schnitt 47,5 Jahren. Das bundesdeutsche Mittel liegt bei 44,3 Jahren.

Die vergleichsweise junge Bevölkerung in Baden-Württemberg ist vor allem auf die starke Zuwanderung zurückzuführen. Allein in 2014 kamen über 95.000 Menschen aus dem In- und Ausland ins Land – das ist die höchste Zahl seit über 20 Jahren. Innerhalb Deutschlands ziehen vor allem junge Menschen nach Westen und Süden, bevorzugt in die Großstädte.

Doch die Alterung der Gesellschaft macht auch vor Baden-Württemberg nicht halt. 1970 lag das Durchschnittalter noch bei knapp 35 Jahren und damit acht Jahre weniger als heute. Ursache dafür ist neben der gestiegenen Lebenserwartung vor allem die niedrige Geburtenrate. Diese lag für fast vier Jahrzehnte bei 1,4 Kindern pro Frau. Bis zum Jahr 2060 könnte das Durchschnittsalter auf 48 Jahre steigen. Wirtschaft und Gesellschaft stehen damit vor großen Herausforderungen, die durch die bevorstehende Verrentung der geburtenstarken Jahrgänge noch potenziert wird. Das Demographie Netzwerk ist daher allein in Baden-Württemberg mit sechs Regionalnetzwerken vertreten. Hier bieten sich Unternehmen und öffentlichen Arbeitgebern vielfältige Möglichkeiten voneinander zu lernen, durch welche Maßnahmen die demographische Entwicklung zur Chance gewendet werden kann.

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