„Arbeitslandschaft 2040“: Neue Zahlen zum Fachkräftemangel

29.05.15

Demographischer Wandel und Fachkräftemangel – es wird immer deutlicher, dass Wirtschaft und Politik Maßnahmen ergreifen müssen. Die aktuelle Studie „Arbeitslandschaft 2040“, die die Prognos AG im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., kurz vbw, erstellt hat, liefert neue Zahlen: So werden in Deutschland bis zum Jahr 2020 1,8 Millionen Arbeitskräfte fehlen, darunter 1,2 Millionen mit Berufsabschluss und gut 500.000 Hochschulabsolventen. Damit steigt die Lücke im Vergleich zur letzten Studie vor fünf Jahren um ca. 100.000 Personen an, bis zum Jahr 2040 wächst die Lücke auf 3,9 Millionen an. 

Die Ergebnisse der Studie fasste vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt bei der Vorstellung in München Ende Mai 2015 in drei Punkten zusammen. Erstens: Die aktuelle Studie Arbeitslandschaft zeige, dass der Fachkräftemangel Realität ist. Ein weiteres Anwachsen der Lücke konnte jedoch gestoppt werden. Zweitens lassen sich Verschiebungen bei der Zusammensetzung der Fachkräftelücke beobachten. Ein weiterer Anstieg der Lücke sei im Bereich der Facharbeiterebene zu sehen. Drittens zeige sich, dass trotz Entwicklungen keine Arbeitsplätze wegfallen, sondern sich die Arbeitsinhalte verändern werden. Auf diese Herausforderung müsse man adäquat reagieren, so Brossart.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Mit gezielten Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung, durch eine Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und mit einer schrittweisen Verlängerung der Wochenarbeitszeit, kann der mögliche Fachkräftemangel vermieden werden. Den größten Beitrag zur Vermeidung des Fachkräftemangels können dabei – ausgehend von den derzeitigen Strukturen am Arbeitsmarkt - Frauen leisten.

Auch das Demographie Netzwerk (ddn) unterstützt Wirtschaft und Politik bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen des demographischen Wandels. Klicken Sie sich durch unseren Internetauftritt, werden Sie aktives ddn-Mitglied und lassen Sie sich im Netzwerk von gestandenen Praktikern Hilfestellungen geben.

Laden Sie sich hier die gesamte Studie „Arbeitslandschaft 2040“ herunter.