Entdecken Sie hier zentrale demographische Begrifflichkeiten und Konzepte. Vom "Altenquotienten" bis zum "Work Ability Index".

Jugendquotient

Einleitung

Der Jugendquotient gibt das Verhältnis junger Menschen, die noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind, zu den Personen im erwerbsfähigen Alter in einer Gesellschaft an. Meist werden die Personen bis einschließlich 19 Jahre den Personen im erwerbsfähigen Alter (im Allgemeinen von 20 bis 64 Jahre) gegenübergestellt. Anders formuliert: Der Jugendquotient bildet bei einer Abgrenzung des Erwerbsalters mit 20 bis 64 Jahren das Verhältnis der Personen im Alter von 0 bis 19 Jahren zu 100 Personen im erwerbsfähigen Alter ab.

Fakten

Jugendquotient

Der Jugendquotient lag in Deutschland im Jahr 2013 bei 29,7 unter 20-Jährigen je einhundert 20- bis unter 65-Jährige, das ist der niedrigste Wert, der für Deutschland je berechnet wurde. Zwischen West- und Ostdeutschland gibt es beim Jugendquotienten im Niveau deutliche Unterschiede: Der Wert für 2013 von 30,7 unter 20-Jährigen je einhundert 20- bis unter 65-Jährige in den westdeutschen Bundesländern liegt mittlerweile ebenfalls unter dem Niveau der letzten Jahrzehnte. Durch den Geburteneinbruch zu Beginn der 1990er Jahre ist der Jugendquotient in Ostdeutschland nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Aufgrund der ab Mitte der 1990er Jahre wieder angewachsenen Geburtenzahlen zeichnet sich aber ein steigender Trend ab. Mit 25,4 liegt er in den ostdeutschen Bundesländern (einschließlich Berlin) über dem Tiefststand von 23,8 aus dem Jahr 2010.

 

Nachweise

  1.  Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung: Jugendquotient