Entdecken Sie hier zentrale demographische Begrifflichkeiten und Konzepte. Vom "Altenquotienten" bis zum "Work Ability Index".

Altenquotient

Einleitung

Der Altenquotient gibt das Verhältnis älterer Menschen zu Jüngeren in einer Gesellschaft an. Meist werden die Personen im Rentenalter (zurzeit ab 65 und älter) den Personen im erwerbsfähigen Alter (zur Zeit von 20 bis 64 Jahren) gegenübergestellt.

Fakten

Die Abgrenzung des Altenquotienten mit 65 Jahren entspricht der geltenden Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung, auch wenn das tatsächliche Renteneintrittsalter niedriger ist.

Im Jahr 2013 entfielen auf 100 Personen im Erwerbsalter von 20 bis unter 65 Jahren 34 Personen, die 65 Jahre und älter waren. Im Jahr 2060 wären es nach der Variante „kontinuierliche Entwicklung bei schwächerer Zuwanderung“ 65 ältere Menschen. Beträgt der jährliche Wanderungsüberschuss langfristig nicht 100 000 sondern 200 000 Personen, fällt der Altenquotient mit 61 Personen im Alter ab 65 Jahre je 100 Personen im Erwerbsalter nur wenig niedriger aus. Der Anstieg des Altenquotienten wird sich nicht gleichmäßig bis 2060 vollziehen, sondern besonders schnell bis Mitte der 2030er Jahre verlaufen. Danach bleibt der Altenquotient einige Jahre konstant und steigt dann ab Anfang der 2040er Jahre wieder, aber nur sehr langsam, an. Bei einer Altersgrenze von 67 Jahren wird der Altenquotient im Jahr 2060 bei schwächerer Zuwanderung 57 und bei stärkerer Zuwanderung 54 betragen (im Jahr 2013 lag er bei 30).

An der Tendenz, dass zukünftig der Bevölkerung im Erwerbsalter vergleichweise mehr Ältere gegenüberstehen, lässt sich mittelfristig nichts ändern. Selbst wenn die Bevölkerungsentwicklung im Hinblick auf die Alterung vergleichsweise günstig verläuft und die Altergrenze des Altenquotienten auf das zukünftige Renteneintrittsalter von 67 Jahren angehoben werden würde, läge der Altenquotient im Jahr 2050 mit 51 immer noch deutlich über dem jetzigen Wert.

 

Nachweise

  1. Statistisches Bundesamt (2015): Bevölkerung Deutschlands bis 2060, 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung. Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 28. April 2015. [[2]]