Entdecken Sie hier wichtige Demographische Fakten. Von „Bevölkerungsentwicklung“ bis zur „Rentenbezugsdauer“.

Demographie Fakten

Bevölkerungsentwicklung

Die Pyramide war über einen langen Zeitraum das Sinnbild für den Altersaufbau der Bevölkerung in Deutschland: Viele junge Menschen bildeten das Fundament, in den höheren Altersstufen nahm die Anzahl der Bewohner kontinuierlich ab. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten wird das Fundament immer schmaler, die Mitte wird umso breiter. Beim Altersaufbau wird das Bild der Pyramide immer mehr durch ein Bild ersetzt, das an einen Dönerspieß erinnert. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Klicken Sie auf nachfolgenden Link und dann unten auf den Button "Start", um sich die Entwicklung von der Pyramide zum Dönerspieß anzuschauen.Klicken Sie auf die Grafik für eine vergrößerte Darstellung.

Altersstruktur des Erwerbspersonenpotenzials bis 2050

Bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten macht sich der demographische Wandel in den Unternehmen bemerkbar: Die Belegschaften altern deutlich. Die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen nimmt von 21,9 auf 18,5 Prozent ab. Die mittlere Altersgruppe zwischen 30 und 49 sinkt von knapp über 50 auf unter 45 Prozent. Einzig die Gruppe der über 50-Jährigen wird deutlich von 25,5 Prozent auf 33,6 Prozent zunehmen.

Alter der Beschäftigten und Unternehmensgröße

68 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Deutschlands sind in Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten tätig. Dabei haben vor allem kleine Unternehmen einen relativ hohen Anteil jüngerer Beschäftigter. Folglich werden hier in den kommenden Jahren weniger Personen altersbedingt ausscheiden. Insofern werden kleine Unternehmen etwas weniger stark vom demographisch bedingten Arbeitskräftemangel betroffen sein als große oder mittlere.

Schon jetzt Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften 

Schon jetzt stoßen Unternehmen nach Analysen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Fachkräften, die mindestens über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Knapp zwei von fünf befragten KMU hatten Probleme, die richtigen Bewerber zu finden. In Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern war der Mangel sogar noch stärker spürbar. Aus der Befragung von Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten ist deutlich ablesbar, dass das Fachkräfteangebot mit zunehmender Qualifikation abnimmt.

So bereiten sich Unternehmen auf den demographischen Wandel vor

Auf die Herausforderungen der alternden Gesellschaft wird paradoxerweise überwiegend mit der Weiterbildung der jungen Belegschaft reagiert, während für die älteren Mitarbeiter solche Angebote sehr viel seltener unterbreitet werden. Die Entwicklung von Laufbahnmodellen für ältere Beschäftigte ist nach wie vor eine Ausnahme. Viele Maßnahmen zielen auf eine bessere Wettbewerbsposition im Kampf um die besten Köpfe. Die Beschäftigung mit der Entwicklung Älterer bleibt dahinter zurück.

Neues Bild der Migration aus Nicht-EU-Ländern

Deutschland zählt wieder zu den wichtigsten Einwanderungsländern Europas. Allerdings zeigt sich heute ein zunehmend anderes Bild der internationalen Migration als in den vergangenen Jahrzehnten: So hat sich nicht nur die Qualifikation der Neuzuwanderer aus Nicht-EU-Staaten verbessert, sondern auch deren Arbeitsmarktintegration. Jeder dritte Zuwanderer, der gegenwärtig aus einem Nicht-EU-Land nach Deutschland zugezogen ist, hat spätestens zwölf Monate nach Einreise eine Erwerbstätigkeit angenommen. Mitte der 1990er Jahre war es nur jeder Sechste. Allerdings partizipieren nicht alle Migranten gleichermaßen von dieser Entwicklung. Während bei neuzugewanderten Männern die Erwerbstätigenquote auf 53,2% geklettert ist, liegt sie bei Frauen trotz vergleichbarer Qualifikationen nur bei etwa 20%. (Quelle: BiB).

Fehlende Fachkräfte sind teuer

Über 50 Prozent der im Mittelstandsbarometer befragten Unternehmen müssen bereits Umsatzeinbußen hinnehmen, weil Fachkräfte nicht verfügbar sind. 15 Prozent der befragten Unternehmen sehen sogar erhebliche Einbußen von mehr als fünf Prozent ihres Jahresumsatzes. Auf Basis dieser Zahlen lässt sich ein wirtschaftlicher Schaden aufgrund fehlender Fachkräfte allein für das Jahr 2011 in Höhe von 30 Milliarden Euro durch Umsatzeinbußen beziehungsweise nicht realisierte Umsätze errechnen.

Nachwuchs wird knapper

Aber nicht nur die Rekrutierung von bereits qualifiziertem Personal bereitet zunehmend Probleme, auch die Zeiten des Überangebots an potenziellen Auszubildenden sind vorbei. Zwar sind KMU nach Untersuchungen des Instituts der deutschen Wirtschaft noch weniger betroffen als größere Unternehmen, aber auch hier haben 2010 bereits mehr als 54 Prozent der Unternehmen Mühe gehabt, geeigneten Nachwuchs zu finden.

Keine Entspannung am Fachkräftemarkt zu erwarten

Auch in den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften eher steigen als sinken - das jedenfalls geht aus den Angaben von Unternehmen hervor, die vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) im Rahmen des Qualifizierungsmonitors nach ihrem künftigen Personalbedarf befragt wurden. So sehen Unternehmen aller Größen einen steigenden Bedarf an Personal mit abgeschlossener Berufsausbildung, Fortbildungs- oder Hochschulabschluss voraus. Sinken wird nur der Bedarf an Personal ohne abgeschlossene Berufsausbildung.

Demographischer Wandel - die Folgen für Unternehmen nach Branche

Drei Viertel der Unternehmen in Deutschland rechnen mit gravierenden Folgen des demografischen Wandels - von den Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten sind es sogar fast 90 Prozent. Das sind Ergebnisse einer aktuellen DIHK Umfrage vom Dezember 2010 bei rund 20.000 Unternehmen. An erster Stelle stehen dabei mögliche Fachkräfteengpässe, mit denen jedes zweite Unternehmen rechnet. Im Baugewerbe sind es fast zwei Drittel (63 Prozent) und in der Industrie 58 Prozent.(Quelle: DIHK)

Demographischer Wandel - die Folgen für Unternehmen nach Größe

Die Befürchtungen des Wissensverlustes steigen mit der Unternehmensgröße. So liegt der Anteil bei den Unternehmen mit 200 bis 1.000 Beschäftigten bei 18 Prozent und bei denjenigen mit mehr als 1.000 Beschäftigten bei 21 Prozent. Bei kleinen Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern sind es hingegen nur 10 Prozent. Eine Ursache für diese Differenz kann darin liegen, dass es bei kleinerer Betriebsgröße in der Regel einfacher fällt, die entsprechenden Kenntnisse an jüngere Mitarbeiter zu übertragen und zudem das Problem auch quantitativ geringere Bedeutung hat.
(Quelle: DIHK)

Entwicklung Rentenbezugsdauer

Die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre reduziert die Dauer des Rentenbezugs nur für kurze Zeit. Mittelfristig wird die steigende Lebenserwartung die Effekte der angehobenen Regelaltersgrenze sogar überlagern. Das hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) errechnet.

Demnach dürfen männliche Arbeitnehmer des Geburtsjahrgangs 1946, die im Jahr 2011 im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand gegangen sind, mit einer Rentenbezugsdauer von 18,8 Jahren rechnen. Bei Frauen sind es aufgrund der höheren Lebenserwartung sogar 22,2 Jahre. Für alle nachfolgenden Geburtsjahrgänge wird die Regelaltersgrenze jährlich um einen Monat angehoben. 

(Quelle: BiB)

Rasanter Anstieg des Altersdurchschnitts

Das Säulendiagramm zeigt deutlich, wie sich die Bevölkerung in ihrem Altersaufbau bis zum Jahr 2060 entwickeln wird.

Besonders eindrucksvoll ist der Vergleich der prognostizierten Zahlen von 2060 mit den Zahlen aus dem Jahr 1871: Waren 1871 noch 43 Prozent der Bevölkerung unter 20 Jahren sind es im Jahr 2060 lediglich 16 Prozent.
(Quelle: BiB) 

Aktuelles

ddn Aktionstag am 14.09.2017 bei der IHK zu Düsseldorf

Unternehmen müssen ältere Beschäftigte als Ressource für den digitalen Wandel begreifen. Diesem Resumée des ddn Vorstands folgten die knapp 100 Teilnehmer am bundesweiten Aktionstag bei der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf.


v.l. Rudolf Kast, Frank Schomburg, Martina Schmeink, Gregor Berghausen, Dr. Frank Zils

Weitere Informationen folgen in Kürze, eine ausführliche Dokumentation zum bundesweiten Aktionstag findet sich dann im Aktionsblog.

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