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Termine

Wednesday, 25.08.2010

6th World Ageing & Generations Congress

Der 6. World Ageing & Generations Congress findet vom 25. bis 28. August 2010 an der Universität St. Gallen in der Schweiz statt. An diesem ...

Monday, 06.09.2010

Demographie-Kongress Best Age

Der 5. Demographie-Kongress des Behörden Spiegel steht unter dem Motto "Der Staat im Wandel - Generationenpolitik zwischen Fürsorge, ...

Thursday, 09.09.2010

Demografischer Wandel: "Und nun? Strategien und Praxisbeispiele aus IT-Unternehmen"

Veranstalter : IT 50plus. Eine Initative von BITCOM und IG Metall gefördert vom BMBFDatum: 09.09.2010, 10:00 - 16:30unter Beteiligung des DNN ...

Interview mit Gerd Duffke, TRUMPF, 16.03.2010

Die Großen können auch von den Kleinen lernen

Gerd Duffke ist Leiter Personalentwicklung Fachliche Qualifikation bei TRUMPF. Duffke, bis März 2010 Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender des Ditzinger Maschinenbauunternehmens, stieß mit der Einladung zur Startveranstaltung von ddn Stuttgart Mitte Februar 2010 die Gründung eines regionalen Netzwerks erfolgreich an: Rund 50 Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen, Interessenten aus Politik, öffentlicher Verwaltung, Wirtschaftsverbänden, Krankenkassen und Versicherungen kamen zu dem Termin nach Ditzingen. Im Interview erläutert er seine Pläne für die Region Stuttgart.

 

1. Herr Duffke, Sie zeigen momentan großes Engagement bei der Gründung eines regionalen ddn-Netzwerkes für die Metropolregion Stuttgart. Was treibt Sie dabei an?


Seit 2006, dem Gründungsjahr von ddn, bin ich Mitglied im Netzwerk. Und inzwischen ist mir klar geworden: Der demographische Wandel ist kein Thema, das uns nur vorübergehend beschäftigt; die Demographie-Uhr tickt immer weiter. Wir müssen uns dieser Tatsache stellen, um die Chancen zu erkennen und Problemlösungen ableiten zu können. Bei TRUMPF setzen wir bereits viele Maßnahmen des Demographie-Managements um. Mit einem regionalen Netzwerk wollen wir jetzt weitere Mitstreiter gewinnen, um die Herausforderungen hier vor Ort gemeinsam anzugehen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen sollen von der Netzwerkarbeit profitieren. Und ich bin davon überzeugt, dass nicht nur KMU von den größeren Unternehmen lernen, sondern auch umgekehrt. Schließlich lassen sich in Kleinbetrieben individuelle Lösungen oft schneller und leichter umsetzen.
Bei der Gründung von ddn Stuttgart haben mir natürlich die Erfahrungen geholfen, die ich in den letzten Jahren in der Netzwerkarbeit gesammelt habe. Und ich kann beim Aufbau des regionalen Netzwerks mit der Unterstützung des bundesweiten ddn rechnen - das motiviert.

 

2. Welches sind die drängenden Probleme in der Region und wie kann ddn Stuttgart dabei helfen diese anzugehen?


Dass der Fachkräftemangel nicht nur Theorie ist, stellen wir sogar in dieser schweren Krise fest. Baden-Württemberg ist ohne Zweifel ein Hightechland. Aber um auch morgen noch gut zu sein, müssen wir um junge Fachkräfte werben und gleichzeitig den altgedienten älteren Mitarbeiter unsere Wertschätzung zeigen. Der Erhalt der Arbeitgeberattraktivität ist eines der wichtigsten Themenfelder für die Unternehmen in der Region. Auch der ganze Bereich Qualifikation ist sehr wichtig, egal ob es um eine engere Zusammenarbeit mit Schulen für einen leichteren Einstieg in die Berufswelt oder den Erhalt der Lernfähigkeit unserer Mitarbeiter geht. Wir müssen Begabungsreserven nutzen, das heißt ständig weiterbilden, Lernfähigkeit erhalten, mehr Frauen in qualifizierte Positionen bringen, besonders in den MINT-Berufen (Mathematischen, Ingenieurwissenschaftlichen, Naturwissenschaftlichen und Technischen Berufen).
Bei der Auftaktveranstaltung haben wir uns außerdem darauf verständigt, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsgestaltung und Work-Life-Balance anzugehen.

 

3. Auf welche Reaktionen sind Sie bisher bei Ihren Bemühungen gestoßen? Die Gründungsveranstaltung hat großes Interesse hervorgerufen. Heißt das, Sie haben schon alle wichtigen Vertreter an Bord, um ddn in die Region zu tragen?


Die positive Resonanz war überwältigend. 50 Teilnehmer waren es bei der Auftaktveranstaltung und in der Zwischenzeit gibt es insgesamt schon über 70 Interessierte. Ortsansässige KMU waren beim Auftakt ebenso dabei wie Vertreter der IHK sowie der Bundesagentur für Arbeit, außerdem Krankenkassen, Politiker, regionale Medien. Ich freue mich darauf, diese ganze Bandbreite an Mitstreitern bei der ersten Arbeitskreis-Sitzung von ddn Stuttgart am 6. Mai 2010 bei der IHK in Stuttgart wieder zu sehen.
Es ist uns sehr wichtig, dass wir diese unterschiedlichen Akteure mit an Bord haben. Gerade auch die Kommunen sollten im regionalen Netzwerk dabei sein. Denn die brauchen wir, wenn es beispielsweise um eine bessere Kinderbetreuung geht - eine wichtige Voraussetzung für eine höhere Beschäftigungsquote bei Frauen.

 

4. Was ist Ihre Vision? Wo sehen Sie ddn Stuttgart in einem Jahr?


Wir wollen in den kommenden Monaten noch mehr Unternehmen, insbesondere KMU, ansprechen, um sie für ddn Stuttgart zu gewinnen. Schön wäre es, in einem Jahr 50 aktive Mitglieder zu haben.

 

Das Interview als Pdf zum Download