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Termine

Monday, 06.09.2010

Demographie-Kongress Best Age

Der 5. Demographie-Kongress des Behörden Spiegel steht unter dem Motto "Der Staat im Wandel - Generationenpolitik zwischen Fürsorge, ...

Thursday, 09.09.2010

Demografischer Wandel: "Und nun? Strategien und Praxisbeispiele aus IT-Unternehmen"

Veranstalter : IT 50plus. Eine Initative von BITCOM und IG Metall gefördert vom BMBFDatum: 09.09.2010, 10:00 - 16:30unter Beteiligung des DNN ...

Wednesday, 15.09.2010

Zukunftsforum Langes Leben 2010

Vom Jahr 2010 an findet in Berlin jährlich die Kongressmesse Zukunftsforum Langes Leben statt - erstmals am 15. und 16. September 2010. Das ...

Interview mit Sabine Zipser von Randstad Deutschland, 23.06.2010

Zeitarbeit bietet älteren Menschen gute Chancen

Zum 1. Juli wird Randstad neues Mitglied im ddn. Sabine Zipser, Geschäftsführerin Randstad Business Area South, stellt sich im Interview den Fragen, warum eine Mitgliedschaft im ddn für Randstad wichtig ist und welchen Beitrag Randstad mit gemachten Erfahrungen und erworbenem Know-how in ddn einbringen wird.


1. Frau Zipser, Randstad Deutschland wird zum ersten Juli dieses Jahres Mitglied im ddn. Was verspricht sich Ihr Unternehmen davon? Warum ist Ihnen das wichtig?

Der demographische Wandel in Deutschland hat eine immer älter werdende Belegschaft zur Folge, die ein Umdenken in der Unternehmens- und Führungskultur erfordert. Es gilt, das Know-how von Unternehmen, Institutionen und Wissenschaftlern zu bündeln und gemeinsam zukunftsfähige Beschäftigungsstrategien zu entwickeln. Wir freuen uns, unser weitreichendes Engagement in diesem Bereich einzubringen und gemeinsam mit den Mitgliedern des ddn Ansätze und Konzepte zu diskutieren. Ziel ist es, sich gemeinsam den Herausforderungen des demographischen Wandels zu stellen und entsprechende Lösungen zu entwickeln.

 

2. Plant Randstad sich in bestimmten Bereichen bzw. Arbeitskreisen besonders zu engagieren? In welchen?

Engagement gehört für uns bei Randstad zur gelebten Unternehmenskultur. Meine Kolleginnen und Kollegen sind bereits in den unterschiedlichen Regionalgruppen des ddn aktiv. Da wir den Umgang mit älteren Mitarbeitern klar als Führungsaufgabe definieren, freue ich mich persönlich auf den Erfahrungsaustausch und die Diskussion im Arbeitskreis „Führung und Unternehmenskultur". Ein Ziel der Diskussionen ist es sicherlich auch, Verständnis für Zeitarbeitnehmer und deren „Alterungsprozess" zu erlangen. Beispielsweise indem eine einheitliches Gesundheitsmanagement als Standard in den Unternehmen eingeführt wird.

 

3. Welche eigenen Erfahrungen macht Randstad mit dem demographischen Wandel? Welches Know-how bringt Randstad mit ins ddn ein?

Bei Randstad orientieren wir uns seit jeher sowohl an den Bedürfnissen der Arbeitnehmer als auch der Kundenunternehmen. Das bedeutet auch, dass wir gezielt ältere Arbeitnehmer ansprechen, die häufig Qualifikationen und Erfahrungen mitbringen, die besonders nachgefragt werden. Die Vorbehalte vieler Unternehmen, ältere Beschäftigte seien häufiger krank oder unmotivierter, teilen wir nicht. Wir haben mit älteren Arbeitnehmern sehr gute Erfahrungen gemacht, viele wünschen sich ganz bewusst neue Herausforderungen. Auch Qualifizierungsmaßnahmen für alle unsere Arbeitnehmer - egal ob jünger oder älter - sind fester Bestandteil unserer Philosophie.

 

4. Randstad stellt gezielt Arbeitnehmer der Generation 50plus ein. Doch auch für die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen wird viel getan....

Als führender Personaldienstleister in Deutschland und Impulsgeber für den Arbeitsmarkt haben wir eine besondere Verantwortung für die Arbeitswelt von heute und morgen.

Im Rahmen unserer CSR-Aktivitäten ist uns die Förderung junger Menschen ein besonderes Anliegen. Mit dem Projekt „Du bist ein Talent" machen wir z.B. Hauptschüler im Rahmen mehrjähriger Patenschaften fit für den Arbeitsmarkt. Dieses Engagement bietet uns die Möglichkeit, uns aktiv einzubringen und zu gestalten. Wir kümmern uns um die Jugendlichen, begleiten sie im Rahmen ihres Berufsfindungsprozesses und stellen so sicher, dass diese jungen Talente ihren Platz im Arbeitsmarkt finden.
Die Aktion „Jobcoach" hat Randstad 2008 ins Leben gerufen, um Berufsschüler bei ihrem Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Dabei unterstützen Randstad Experten die Teilnehmer in praxisnahen Unterrichtseinheiten zu den Themen Vorstellungsgespräch, Bewerbungsmappe und Jobsuche.

In 2010 ist Randstad auch Partner der Initiative „Chef für 1 Tag", die sich an Schüler der Sekundarstufe II richtet und von Focus-Money ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projekts ist es, dass Schulen und Wirtschaft in einen Dialog treten, um den Schülern einen besseren Einblick in die Arbeitswelt zu geben.

 

5. Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Welche Ziele bzw. Strategien in Bezug auf den demographischen Wandel wüssten Sie gerne in fünf Jahren umgesetzt?

Wir würden uns wünschen, dass die Akzeptanz für ältere Arbeitnehmer im Berufsleben deutlich zunimmt und wir wieder mehr von den deren Erfahrungen profitieren. Die Zeitarbeit bietet gerade auch älteren Menschen im Berufsleben gute Chancen. Wir stellen gezielt erfahrene Arbeitnehmer der Generation 50 Plus ein und können diese nur ermutigen sich auch aktiv am Arbeitsmarkt zu bewerben.

Der Zeitarbeitsmarkt wird weiter wachsen und dadurch einen anderen Stellenwert bekommen. Ziel ist es, das wir unseren Blickwinkel verändern und gerade auch ältere Arbeitnehmer Flexibilität nicht mehr als Bedrohung erleben, sondern als Chance. Unser Berufsleben wird durch temporäre Arbeitsverhältnisse bereichert werden, so dass Zeitarbeit ein „normaler" Bestandteil unserer beruflichen Entwicklung sein wird.


Sabine Zipser, Geschäftsführerin Randstad Business Area South
Sabine Zipser hat als Disponentin bei Randstad in Mannheim angefangen. Zwei Jahre später verantwortete sie zwei Niederlassungen. Parallel zu ihrem Job als Niederlassungsleiterin gab sie Trainings in EDV, Zeitmanagement, Arbeitsrecht und Vertrieb. Kurze Zeit darauf verantwortete sie mehrere Distrikte in Baden-Württemberg. Von Mai 2004 bis Ende 2008 war Sabine Zipser Regionaldirektorin und Mitglied der Geschäftsleitung mit der Verantwortung über Bayern und Baden-Württemberg.
Seit Anfang 2009 ist sie Vertriebsgeschäftsführerin und damit für den Süden zuständig.