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Der 5. Demographie-Kongress des Behörden Spiegel steht unter dem Motto "Der Staat im Wandel - Generationenpolitik zwischen Fürsorge, ...
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Frankreich weist eine grundsätzlich andere demographische Entwicklung auf: Während in Deutschland seit 1972 Jahr für Jahr mehr Menschen sterben als geboren werden, steigt die Einwohnerzahl Frankreichs aufgrund des Geburtenüberschusses kontinuierlich an. Vermutlich schon zur Mitte des Jahrhunderts dürfte Frankreich mehr Einwohner als Deutschland zählen.
Auf diesen Sachverhalt machen die Autoren Stephan Sievert und Reiner Klingholz vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung in ihrer Veröffentlichung „Ungleiche Nachbarn" aufmerksam. Beide vertreten die These, dass es in Deutschland zur sozialen Norm geworden sei, wenige oder gar keine Kinder zu haben.
Weil die Bevölkerung Frankreichs deutlich jünger bleiben wird als die deutsche, sei auch zu erwarten, dass sich die Wirtschaftskraft beider Lände zugunsten Frankreichs verschieben wird. Hintergrund der divergierenden Entwicklung sei vor allem eine generell andere Familienpolitik in den beiden Staaten. Auch in der Zuwanderung unterscheiden sich die beiden Nachbarländer: So verzeichnet Frankreich seit über 40 Jahren eine Netto-Migration von maximal 200.000 Personen pro Jahr. Deutschland hingegen hat als Zuwanderungsland an Attraktivität verloren. 2008 konnten die Statistiker gerade noch einen Wanderungsüberschuss von 4.800 Menschen registrieren.
Die Veröffentlichung „Ungleiche Nachbarn" finden Sie hier.